Helmut Fuchs spricht über Politik und Parteienpolitik


Elmar Niederhaus und Helmut Fuchs präsentierten am 17. Juni 2013 ihr neues Buch im Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf. Im Podiumsgespräch stellten sich die beiden Herausgeber den Fragen des Moderators Prof. Dr. Gerhard Nowak. Im Fokus standen Fragen zu den Herausgebern, der Entstehung des Werkes und der Idee Leadership für Politik und Wirtschaft.

 

Gastautor Innenminister a.D. Dr. Ingo Wolf MdL im Kurzporträt!

Ãœber Innenminister a.D. Dr. Ingo Wolf MdL

Dr. Ingo Wolf MdL Foto 20130416

Zu meiner Person: Am 26. März 1955 wurde ich in Braunschweig geboren und wuchs nach dem Umzug meiner Familie im Jahre 1956 in Köln auf. Ich bin verheiratet und Vater von drei Kindern (Jahrgang 1993, 1994 und 1996). Meine Schulzeit schloss ich 1973 mit dem Abitur am Städt. Gymnasium Kreuzgasse in der Domstadt ab. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln – unterbrochen durch meinen Wehrdienst in Flensburg, Hamburg und München- sammelte ich nach dem zweiten juristischen Staatsexamen zunächst berufliche Erfahrungen als Richter am Landgericht Aachen und als Geschäftsführender Assistent am Institut für Energierecht an der Universität zu Köln. Die dortige Tätigkeit beendete ich 1989 mit meiner Promotion. Seit 1989 besitze ich die Zulassung als Rechtsanwalt. 1990 führte mich mein beruflicher Werdegang dann nach Euskirchen, zuerst als Vizestadtdirektor und von 1993 bis 1999 als Oberkreisdirektor und Chef der Kreispolizeibehörde. Seit 2000 gehöre ich dem Landtag Nordrhein-Westfalen an und war von 2002 bis 2005 Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Nach erfolgreicher Spitzenkandidatur amtierte ich in der 14. Wahlperiode von 2005 bis 2010 als Innen- und Sportminister. Seit 2010 liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit als Abgeordneter in der Europa-, Entwicklungs- und Sportpolitik.

Was reizt Sie, an diesem Projekt mitzuwirken?

Wirtschaft und Politik stehen gleichermaßen unter ständigem Veränderungsdruck aufgrund des globalen Wettbewerbs der politischen Systeme und der Märkte. Die spannenden Fragen sind: „Wie gehen Führungskräfte mit diesen Herausforderungen um? Verdrängen sie die Notwendigkeit von Veränderungen um des lieben Friedens willen bzw. versuchen sie die unangenehmen ‚Themen‘ auszusitzen oder begreifen sie das Risiko von Veränderungsprozessen als Chance zur positiven Zukunftsgestaltung? Wie sind im Vergleich zwischen Wirtschaft und Politik die Mechanismen bei der Durchsetzung von Strukturreformen? Die Einschätzungen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Sphären sollten im Idealfall dazu beitragen, dass wechselseitige Verständnis zu steigern, Vorurteile und gelegentliche Sprachlosigkeit abzubauen sowie Anreize zu setzen, auch einmal die Seiten zu wechseln um Erfahrungen zu transformieren.

Kurzes Zitat aus Beitrag von Dr. Ingo Wolf MdL

„Der neue Stil der CDU / FDP Landesregierung – „Wir sagen, was wir tun und wir tun, was wir sagen.“ – sorgte in der Umsetzung für Ãœberraschung, brachte respektvolle Anerkennung, aber auch nachhaltige Kritik der von der Reform Betroffenen.“

(Zitiert nach: Wolf, Ingo,…, in: Leadership für Politik und Wirtschaft. Gemeinsam sozio-ökonomische Probleme erfolgreich lösen. (HG) Elmar Niederhaus und Helmut Fuchs, … .)

Leadership für Politik und Wirtschaft – ein Manuskript im Lektorat!

ManuscriptLeadership für Politik und Wirtschaft ist der Titel eines neuen Buches. Elmar Niederhaus, Politologe und Experte für politische Kommunikation und Helmut Fuchs, Soziologe und selbstständiger Unternehmensberater sind Herausgeber dieses Werkes. Sie hatten auch die Idee für dieses Projekt. Gemeinsam mit Gastautoren, der Blog-Community www.leadership-politik-wirtschaft.de und sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook, LinkedIn und Google+ gehen sie zwei zentralen Fragen nach. Gibt es eine gemeinsame Verantwortung von Führungskräften für die Sicherung und Entwicklung unseres Wohlstandes? Und gibt es eine moderne Form des Leadership als gemeinsames Handlungskonzept für die erfolgreiche Gestaltung gesellschaftlicher Aufgaben – wie der Energiewende, der Digitalen Welt und der Mobilität? Im 2. Quartal 2013 wird das Werk veröffentlicht.

Leadership für Politik und Wirtschaft – ein Manuskript entsteht!

Manuskript-Normseite1
Leadership für Politik und Wirtschaft ist der Titel eines neuen Buches. Elmar Niederhaus, Politologe und Experte für politische Kommunikation und Helmut Fuchs, Soziologe und selbstständiger Unternehmensberater sind Herausgeber dieses Werkes. Sie hatten auch die Idee für dieses Projekt. Gemeinsam mit Gastautoren, der Blog-Community www.leadership-politik-wirtschaft.de und sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook, LinkedIn und Google+ gehen sie zwei zentralen Fragen nach. Gibt es eine gemeinsame Verantwortung von Führungskräften für die Sicherung und Entwicklung unseres Wohlstandes? Und gibt es eine moderne Form des Leadership als gemeinsames Handlungskonzept für die erfolgreiche Gestaltung gesellschaftlicher Aufgaben – wie der Energiewende, der Digitalen Welt und der Mobilität? Im Frühjahr 2013 wird das Werk veröffentlicht.

Tsunami-Effekte politischer Entscheidungsfindung!

Elmar NiederhausÄhnlich wie bei einem Tsunami, der seine wahre Größe und Gefahr erst dann zur Schau stellt, je näher er einem Festlandssockel kommt, verhält es sich mit Prozessen politischer Entscheidungsfindung. Verwerfungen, Konfliktlinien, Risse und Abrutsche innerhalb des Status Quo erscheinen in der öffentlichen Debatte zunächst als Kommentar, Kolumne. Meist sind diese nur Randnotizen im täglichen Mediengeschäft. Die Öffentlichkeit nimmt davon in der Regel kaum Notiz. Dennoch folgen sie einem eigenen zeitlichen und inhaltlichen Kontinuum. An dessen Ende steht ein Datum, ein Termin, sozusagen der Festlandssockel, der eine Entscheidung, eine politische Entscheidung erzwingt.

Von Elmar Niederhaus

Politische Führung – Legitimation durch Repräsentation!

Karl Rudolf Korte

„Die Führungsleistung besteht nicht nur darin, eine Ãœbereinstimmung zwischen den Interessen der Repräsentierten und den zu treffenden Entscheidungen herzustellen. Politische Repräsentation bedeutet vor allem, die Bündelung unterschiedlicher Interessen in ein Gesamtkonzept. Die Führung der Parteien und der demokratisch legitimierten Institutionen durch Einzelpersonen stellt eine unweit integrativere Aufgabe dar, als die Führung von Unternehmen. Ziel muss es jedoch in beiden Teilbereichen sein, dafür Sorge zu tragen, dass Innovations- und Wandelungsprozesse eingeleitet und in einer Art begleitet werden, so dass sich die Repräsentierten damit identifizieren können“

(Zitiert nach: Grasselt/Korte, Führung in Politik und Wirtschaft, 2007, S. 59)

Politik und Wirtschaft – zwei Systeme, die eine Brücke brauchen!

Peter Voß Quadriga Hochschule Berlin

„Die Formate des 1. Deutschen Politik- und Wirtschaftstages sollen weit über Einzelfragen hinaus eine Brücke schlagen zwischen Akteuren aus allen Wirtschaftsbereichen und politischen Entscheidungsträgern. Denn was Wirtschaft und Politik entfremdet, sind weniger Einzelbewertungen in Detailfragen, sondern mangelnde Kenntnisse der je spezifischen Handlungszwänge und Logiken der anderen Seite. Dieses wechselseitige Unverständnis abzubauen, Einsichten in das „Leben der Anderen“ zu ermöglichen, „Parallelgesellschaften“ zu öffnen und die Ãœbertragungskapazität und -qualität der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik nachhaltig zu erhöhen: Das sind die Ziele des 1. Deutschen Politik- und Wirtschaftstages.“

(Prof. Peter Voß, http://www.politik-wirtschaftstag.de)